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Die EU-Kommission hat am 03.03.2017 die Nachfolgeregelung zu Antidumping- und Anti-Subventions-Maßnahmen auf chinesische Solarzellen und Photovoltaik-Module veröffentlicht. Zölle und Mindestpreis bleiben für weitere 18 Monate in Kraft.

In einer neuen Untersuchung will die Kommission jedoch bis Anfang September die Höhe von Zöllen und Mindestpreis anpassen und die Einfuhrpraxis vereinfachen.

 

Krawinkel: Ende des Handelskonflikts abzusehen

„Zwar hat die EU-Kommission die Chance vertan, den europäischen Solarmarkt preislich sofort wieder auf Weltniveau zu bringen und die Nachfrage umgehend zu beleben“, kommentiert Dr. Holger Krawinkel, Sprecher der Solar Alliance for Europe (SAFE), die Verlängerung der Handelsmaßnahmen. „Aber dennoch ist das Ende dieses unleidigen Handelskonflikts abzusehen. Zölle und Mindestpreis für chinesische Solarmodule und Solarzellen laufen definitiv im September 2018 aus, und das Preisniveau wird voraussichtlich ab September dieses Jahres schrittweise angepasst. Im schlimmsten Fall hätte der Handelskonflikt noch fünf Jahre lang in die Verlängerung gehen können.“

 

Interimsüberprüfung gestartet

Die Kommission hat gleichzeitig mit der Veröffentlichung der Ergebnisse eine Interimsüberprüfung gestartet. Erst nach Abschluss dieser weiteren Untersuchung lassen sich die Preisfindungs-Mechanismen anpassen. „Wir verstehen die Absicht der Kommission so, dass die Zollmaßnahmen sukzessive auslaufen sollen und am Ende der 18 Monate Weltmarktpreisniveau erreicht ist“, so Krawinkel.

Grundsätzliche Zweifel an der Wirksamkeit dieser Schutzmaßnahmen blieben allerdings. Obwohl diese Regelung die europäischen Solarmodul- und Solarzellenhersteller geschützt habe, sei es ihnen nicht gelungen, vorhandene strukturelle Defizite zu überwinden und wettbewerbsfähig zu werden, urteilt der SAFE-Sprecher: „Ob sich das bis zum Auslaufen im September 2018 noch grundlegend ändern wird, obwohl dann die Schutzmaßnahmen über fünf Jahre in Kraft waren, ist offen.“

Es liege jetzt in der Hand der Kommission und den bis zum Herbst zu diskutierenden Regelungen, die Kostensenkungspotenziale im europäischen Strommarkt rasch zu erschließen, sagt Krawinkel. „Die SAFE-Mitglieder wollen ihren Beitrag dazu leisten.“

 

03.03.2017 | Quelle: Solar Alliance for Europe (SAFE) | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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