Der einfache weg

Zu Ihrer Solaranlage

Im baden-württembergischen Büsingen versorgt seit dreieinhalb Jahren eine Kombination von Solarthermie und Bioenergie 107 Haushalte sowie alle öffentlichen Gebäude mit klimafreundlicher Wärme. Ein sechs Kilometer langes Nahwärmenetz liefert die regenerativ erzeugte Wärme direkt in die Häuser.

Für dieses Projekt hat die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) die Gemeinde am 24.02.2017 als „Energie-Kommune des Monats“ ausgezeichnet.

„Durch den Betrieb der Holzhackschnitzel-Anlage in Kombination mit Solarwärme gelingt es dem Bioenergiedorf Büsingen, rund 450.000 Liter Heizöl und 1.200 Tonnen Kohlendioxid jährlich einzusparen“, sagt Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der AEE.

 

Bürger wurden frühzeitig eingebunden

Grundlage für das Projekt war die Bereitschaft der Gemeinde, ihre Energieversorgung klimafreundlich auszurichten. „Wir wollten für die Zukunft gewappnet sein, indem wir die Nutzung fossiler Ressourcen vermeiden“, berichtet Bürgermeister Markus Möll. Die Gemeinde beauftragte ein Unternehmen aus der Region mit der Planung, dem Bau und dem Betrieb der Anlagen und des Nahwärmenetzes.

Dabei wurden die Bürger frühzeitig eingebunden, um eine hohe Beteiligung zu garantieren. Insbesondere das Argument der Kaufkraftbindung vor Ort durch das Nahwärmnetz überzeugte die Bürger.

 

Solarthermie-Anlagen wurden 2013 angeschlossen

Das Nahwärmenetz ist seit 2012 in Betrieb, die Solarthermie-Anlagen wurden 2013 angeschlossen. Ein 1.090 Quadratmeter großes Kollektorfeld erzeugt 12 Prozent der Wärme, vorwiegend für den Bedarf im Sommer. Der größte Teil der Vakuumröhren-Kollektoren befindet sich auf zwei Freiflächen. Zusätzlich wurden auf der Fassade der Heizzentrale Solar-Kollektoren installiert.

Die restlichen 88 Prozent Wärme stellt ein Hackschnitzel-Heizwerk mit einer Leistung von 1.350 Kilowatt zur Verfügung.

Zwei Speicher mit der Kapazität von je 50 Kubikmetern Warmwasser unterstützen die Versorgung. Auf diese Weise kann die Solarthermie-Anlage im Sommer das Heizen mit Holz entlasten.

 

Vorbild für andere Kommunen

Auch für andere Kommunen ist Büsingen ein Vorbild. Ähnliche Projekte werden derzeit in der Region geplant: So wird das Nahwärmenetz in Randegg, welches derzeit über Holzhackschnitzel versorgt wird, um eine 2.000 Quadratmeter große Solarthermie-Anlage ergänzt.

 

28.02.2017 | Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien e.V. | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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